Ausgangslage
Köln ist eine der internationalsten Städte Deutschlands. Hunderttausende Einwohnerinnen und Einwohner haben eine andere Erstsprache als Deutsch, dazu kommen jährlich Millionen Gäste aus aller Welt. Das umfangreiche Online-Angebot der Stadt – von Bürgerdiensten über Anträge bis zu aktuellen Mitteilungen – war jedoch nahezu ausschließlich deutschsprachig.
Herausforderung
Die Stadt wollte ihr digitales Angebot für alle zugänglich machen, stieß dabei aber auf typische Hürden:
- Umfang: Tausende Seiten ließen sich nicht wirtschaftlich manuell übersetzen.
- Aktualität: Inhalte ändern sich täglich – statische Übersetzungen wären sofort veraltet.
- Datenschutz: Als öffentliche Stelle ist eine DSGVO-konforme, auf EU-Servern betriebene Lösung Pflicht.
- Aufwand: Ein Umbau des bestehenden Content-Management-Systems kam nicht infrage.
Lösung
Mit Conword wurde ein Sprachumschalter eingebunden, der das gesamte Online-Angebot in Echtzeit in über 100 Sprachen verfügbar macht. Die Übersetzung erfolgt automatisch über DeepL, wird auf EU-Servern zwischengespeichert und in Millisekunden ausgeliefert.
Umsetzung
- Einbindung des Conword-Snippets in das bestehende System – ohne Umbau.
- Auswahl der für Kölns Stadtgesellschaft relevantesten Sprachen.
- Anpassung des Sprachumschalters an das Corporate Design der Stadt.
Der Go-live war in weniger als einem Tag erreicht.
Ergebnis
- Bürgerinnen und Bürger finden Informationen in ihrer Sprache – von Anmeldeformalitäten bis zu Notfallhinweisen.
- Neue Inhalte werden automatisch erkannt und mitübersetzt, ohne zusätzlichen Redaktionsaufwand.
- Die Zugriffe auf fremdsprachige Inhalte sind im ersten Jahr kontinuierlich gestiegen (siehe Grafik).
Seitenaufrufe in Fremdsprachen pro Monat
Entwicklung seit dem Go-live von Conword (in Tausend).
Wir wollten allen Kölnerinnen und Kölnern Zugang zu unseren Informationen geben – unabhängig von ihrer Muttersprache. Mit Conword war das in kürzester Zeit umgesetzt.